Aktuelle News · 06.07.2022

Ratgeber: Megatrend Mobilität: Infos & Tipps für Anleger

Sharing Mobility, Autonomes Fahren, intelligente Verkehrssteuerung: Mobilität ist ein Megatrend, der verschiedene Bereiche unseres heutigen und zukünftigen Lebens tangiert. Erfahren Sie hier, welche Entwicklungen sich abzeichnen und wie Sie als Anleger investieren können.

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Autor*in Tobias Gabriel

Megatrend Mobilität:
Infos & Tipps für Anleger

Sharing Mobility, Autonomes Fahren, intelligente Verkehrssteuerung: Mobilität ist ein Megatrend, der verschiedene Bereiche unseres heutigen und zukünftigen Lebens tangiert. Erfahren Sie hier, welche Entwicklungen sich abzeichnen und wie Sie als Anleger investieren können.  

Auf einen Blick:
5 Entwicklungen im Bereich Mobilität

  1. Urbane Mobilität: In immer größer werdenden Metropolregionen haben Privatautos kaum noch Platz. Fahrradwege werden ausgebaut und Parkplätze in Wohnraum und Begegnungsflächen umgewandelt.

  2. Autonomes Fahren und intelligente Verkehrsnetze: Gleichzeitig könnte in Ballungsgebieten ein intelligentes Verkehrsnetz entstehen, das Fahrzeugen automatisch die optimale Route vorgibt und Staus vermeidet. Dieser Subtrend geht einher mit dem Autonomen Fahren, bei dem das System auch die Steuerung des Fahrzeugs übernimmt.

  3. Sharing Mobility: Immer mehr Menschen wollen nutzen statt besitzen und flexibel das Fortbewegungsmittel wählen, das sie gerade am besten von A nach B bringt. Autos, Fahrräder oder E-Scooter werden für einzelne Fahren geliehen oder gemietet – was das Verkehrsnetz, die Umwelt und das eigene Budget entlastet. 

  4. Warenlogistik: Auch die Warenlogistik würde von einem flächendeckend zentral gesteuerten Netzwerk profitieren.Kosten könnten gesenkt und Lieferzeiten verkürzt werden.

  5. E-Mobility: Verbrennermotoren gehören schon bald der Vergangenheit an. Derzeit tüfteln Hersteller von E-Fahrzeugen vor allem an umweltfreundlicheren Lösungen für die Energiespeicherung.   

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1. Urbane Mobilität: Kein Platz mehr für Privatautos

Früher bedeutete Mobilität vor allem Zweckmäßigkeit, Unabhängigkeit und Prestige. Im Zentrum stand jahrzehntelang das Auto, das nicht nur Fortbewegungsmittel sondern auch Statussymbol war. Wachsendes Umweltbewusstsein und die zunehmende Urbanisierung ändern dies allmählich.

Weltweit wachsen Großstädte und die Metropolregionen. Eine wachsende Bevölkerung konzentriert sich punktuell und löst vor allem ein Problem aus: Platzmangel. In immer enger werdenden Städten hat das Auto keinen Platz mehr. Straßen sind Fahrrädern, Fußgängern und öffentlichen Verkehrsmitteln vorbehalten. Parkplätze und große Stellflächen werden in Begegnungsflächen umgewandelt oder für Wohnraum genutzt.

 

Paris geht mit gutem Beispiel voran

Immer mehr Großstädte sperren motorisierte Privatfahrzeuge aus dem Zentrum aus. Paris geht mit dem Konzept der 15-Minuten-Stadt als Beispiel voran. Um lange Wege und überfüllte Straßen zu vermeiden und die Stadt lebenswerter zu machen, sollen alle wichtigen Bereiche des Lebens innerhalb einer Viertelstunde zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sein.    

2. Intelligentes, autonomes Fahren als Lösung

Ein Lösungsansatz ist die Entwicklung eines flächendeckenden Netzwerkes. Um das wachsende Verkehrsaufkommen in den Griff zu bekommen, soll jedes Fahrzeug innerhalb des Netzwerkes mit anderen Teilnehmern kommunizieren. Knotenpunkte könnten durch eine intelligente Verkehrsführung entlastet werden, da jeder Verkehrsteilnehmer eine auf das Netzwerk abgestimmte Route zugewiesen bekommt und irrationale Entscheidungen ausgeklammert werden.

In einem solchen System könnte auch das Fahren selbst delegiert werden. Sobald ein Fahrzeug die Grenze zum Netzwerk überschreitet, könnte es „eingeloggt“ und ab diesem Moment autonom fahrend in den städtischen Verkehr integriert werden.

Der Subtrend Autonomes Fahren steckt technisch gesehen zwar noch in den Kinderschuhen, bei vielen Automobilherstellern jedoch weit oben auf der Agenda.

Diese Hersteller bieten bereits Autonomen Fahren

  • Volkswagen veröffentlichte seine neue Konzernstrategie mit dem Namen „NEW AUTO – Mobility for Generations to Come“, die klar die Ziele im Bereich Mobilität definiert. Bereits seit einigen Jahren treibt der Konzern die Entwicklung voran, Fahrern immer mehr Arbeit im Fahrzeug und auf der Straße abzunehmen.
  • Spitzenreiter ist das Unternehmen Tesla, das mit seinen Fahrzeugen bereits große Schritte in die Richtung des vollautonomen Fahrens gemacht hat. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass in allen Fahrzeugen von Tesla, die sich schon heute auf den Straßen bewegen, Daten gesammelt werden, die in die Entwicklungsarbeit für die Zukunft mit einfließen können.
Illustration von fliegenden Autos über einer Großstadt

3. Sharing Mobility: Alternativen zum Privatfahrzeug

Mieten, leasen oder ein Abo abschließen: Vor allem jungen Menschen legen immer seltener Wert darauf, etwas zu besitzen. Vielmehr wollen sie Fortbewegungsmittel flexibel und bequem nutzen. Das betrifft sowohl Carsharing also auch Fahrräder oder E-Scooter, die in Großstädten alle paar Meter verfügbar sind. Flexibilität wird vor allem in Städten mit weniger Platz und größerer Bevölkerung wichtig. Sich jederzeit und überall flexibel und unabhängig vom Fortbewegungsmittel bewegen zu können, ist fester Bestandteil der Idee der urbanen Mobilität.

Auch aus Kostengründen ist die Fokussierung auf den ÖPNV und Shared Mobility naheliegend. Abgesehen von den Anschaffungskosten eines Privatfahrzeugs sind die steigenden Kraftstoff- und Strompreise für viele Menschen nur schwer zu stemmen. Die Herstellung, Anschaffung und der Betrieb von Fahrzeugen, die rund um die Uhr und von einer großen Anzahl von Fahrgästen genutzt werden, sind gemessen an ihren relativen Kosten deutlich schneller ökonomisch sinnvoll umsetzbar.

Beispiele für Unternehmen der Sharing Mobility

Unternehmen wie UBER oder MOIA bieten bereits fahrergesteuerte Lösungen in diesem Dienstleistungssegment an, werden aber über kurz oder lang ebenfalls zu der vollautomatisierten Weiterentwicklung wechseln. Fahrerlose Dienstleistungen im Personentransport und selbstständig fahrende Busse werden höchstwahrscheinlich das Stadtverkehrsbild der Zukunft prägen.

 

Und was ist eigentlich mit Flugtaxis?

Aktuell scheint es so, als müssten wir uns noch etwas gedulden, bis Flugtaxis eine weitere Option neben Bahn, selbstfahrendem Auto oder E-Bike sind. In Deutschland arbeiten Start-ups wie Volocopter oder Lilium an Prototypen. Letzteres plant für 2025 den Marktstart. Im selben Jahr will laut Medienberichten auch das japanische Unternehmen SkyDrive eine Zulassung für sein fliegendes Fahrzeug beantragen.   

4. Mobilität in der Warenlogistik

Weitet man die Idee des zentral gesteuerten und organisierten Verkehrs auf den suburbanen und ländlichen Raum aus, lässt sich schnell erahnen, welche Vorteile auch für diese Regionen entstehen könnten. Vor allem in der Warenlogistik bietet ein flächendeckendes, zentral gesteuertes Netzwerk erstaunliches Optimierungspotential. Die Kosten für Lager und Transport könnten gesenkt werden und die Waren wären noch schneller beim Endverbraucher.

Auch in diesem Sektor sind bereits unterschiedliche Marktteilnehmer aktiv. Eines der an der Börse bekannteren Unternehmen ist NVIDIA. Der Hardware-Hersteller entwickelt bereits seit Längerem technische für den autonomen und vollvernetzen Warenverkehr.

5. E-Mobilität

Ob zur Bekämpfung des Klimawandels oder durch abnehmende Reserven an fossilen Brennstoffen und den damit verbundenen Preissteigerungen motiviert: Der Vormarsch des E-Autos ist nicht mehr zu stoppen. Die Politik hat mit Förderungen die Produktion und den Absatz von E-Fahrzeugen in den letzten Jahren erneut befeuert. Nahezu jeder Automobilhersteller versucht, in diesem Segment Platz zu finden und weitere Wettbewerber drängen hinzu. Beispiele sind BYD, TESLA, SGMW, Volkswagen, BMW oder Renault.

Natürlich wirft die vermehrte Produktion von E-Autos auch neue Probleme auf: Längst ist die Umweltproblematik bei der Herstellung von Batterien bekannt und deshalb werden große Hoffnungen in das Recycling von Altbatterien oder eine alternative Energiegewinnung gesteckt – Stichwort Wasserstoff. Für Anleger sind somit auch Unternehmen von Interesse, die nur indirekt als Entwickler oder Produzenten von Werkstoffen und Technologien für die Mobilitätsbranche von Bedeutung sind. Beispielhaft sei hier der deutsche Hersteller von Akkus und elektrischen Antriebssystemen FRIWO genannt.

 

Beispiele für Aktien und Fonds im Bereich Mobilität

Future of Transport – Blackrock

ISIN: LU1861214812

BYD Co. Ltd.

ISIN: CNE100000296

Tesla

ISIN: US88160R1014

NVIDIA Corp.

ISIN: US67066G1040

Volkswagen AG

ISIN: DE0007664005

FRIWO AG

ISIN: DE0006201106

Uber Technologies Inc.

ISIN: US90353T1007

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